Als während der Neunziger in Japan die „Bubble-Industrie“ geplatzt war, wurde es für japanische Unternehmen immer schwieriger - ja fast unmöglich, die Kredite von den Banken zu erhalten, welche für die ehrgeizigen Investitionspläne erforderlich waren. Dieser Umstand löste ein Umdenken bei den Unternehmen aus: Die komplexe Automatisierung wurde durch eher einfache Automatisierungstechniken ersetzt, die starre Verknüpfung von Prozessen wurde aufgehoben, und der Mensch rückte wieder stärker in den Mittelpunkt. Während "Low Cost Automation" bzw. Einfach-Automatisierung in den Neunzigern begonnen wurde, um der Finanzkrise zu begegnen, hat sie wegen der radikalen Verkürzung der Innovationszyklen und der damit verbundenen Reduzierung der Time-to-market inzwischen eine neue Bedeutung gewonnen. Die damit verbundene Zunahme der Produktvarianz lässt eine klassische Hochautomatisierung aus Kosten- und Wettbewerbsgründen oft nicht mehr zu.
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